Ein Getriebeschaden bedeutet nicht den Tod für Autos

Vor einem Getriebeschaden ist man als Autofahrer nicht wirklich sicher. Man kann einiges tun, um die Probleme mit einem Schalt- oder Automatikprobleme rechtzeitig zu erkennen; dazu gehört zum Beispiel aufmerksames Hören auf neue, „andere“ Fahrgeräusche und ein gewisses Maß an Sensibilität, um Veränderungen beim Schalten zu bemerken. Der leiseste Verdacht auf einen drohenden Getriebeschaden sollte in die Werkstatt führen – hier gilt die Prämisse, lieber einmal zu oft nachgesehen, als einen Totalschaden am Getriebe riskieren; dieser wird nämlich richtig teuer.

Wie erkennt der Laie einen Defekt am Getriebe?

Nicht nur Frauen – auch viele Männer sind Laien in Sachen Kfz Reparatur beziehungsweise Schadensdiagnose. Allerdings kann sich jeder Autofahrer auf bestimmte Dinge einstellen beziehungsweise vorbereiten. Ohnehin ist anzuraten, das Fahrzeug regelmäßig – etwa im Rahmen vom Kundendienst – technisch durchchecken zu lassen. Auch bei älteren Autos lohnt sich die Investition, weil man einfach auf der sicheren Seite ist. Wie eingangs bereits geschildert, muss jede Fahrt mit einem gewissen Maß an Aufmerksamkeit stattfinden: Leuchten Warnlichter im Armaturenbrett? Klingt das Auto beim Fahren ungewohnt? Sind Veränderungen im Fahrverhalten festzustellen? Sind am Standort des Kfz Flecken unter dem Wagen zu entdecken?

In Hinblick auf ein defektes Getriebe könnte ein rasselndes Geräusch auftreten, eine Art metallenes Reiben, das deutlich zu hören ist. Auch kann es dazu kommen, dass beim Schalten ein Gang nicht problemlos einzulegen ist oder beispielsweise auch von selbst wieder herausspringt. Auch ölige Flecken unter dem Auto sind unter Umständen ein Hinweis auf einen Getriebedefekt. Hierbei könnte es sich um ausgelaufenes Getriebeöl handeln. In jedem Fall ist nun Hilfe gefragt. In der heutigen Zeit ist das Internet hier Auskunftsbörse und Einkaufsgelegenheit zugleich: Hilfreich sind Antworten von Menschen mit eigener Erfahrung oder beruflichen Kenntnissen, die Fragen auf Gutefrage.net als Anlaufstelle beantworten und schnell die Folgen eines Getriebeschadens aufzeigen. Solche Seiten, aber auch Autoblogs und Foren können Hilfe und Rat bringen; ein wenig Recherche in eigener Sache kostet noch kein Geld, zeigt aber jedem Laien auf, wie akut der Handlungsbedarf vielleicht schon ist.

Zeitwert vom Fahrzeug bei der Reparatur vom Getriebeschaden berücksichtigen

Ein altes Auto mit einem sehr geringen Zeitwert wird einen Getriebeschaden wahrscheinlich nicht mehr überleben; darauf sollte übrigens auch beim Gebrauchtwagenkauf ein erhöhtes Augenmerk gerichtet werden. Eine Probefahrt ist gerade bei Autos für Fahranfänger mit wenig Budget oder für ein Winterauto, bei dem es nicht auf hohen Wert ankommt, unabdingbar. Treten die oben beschriebenen Probleme auf, könnte der Getriebeschaden schon bei der Fahrt vom Verkäufer-Hof drohen – Finger weg vom Kauf ist hier die einzige Möglichkeit, einen Fehlkauf zu vermeiden.

Auch bei noch recht neuen Autos muss ein Getriebeschaden anders bewertet werden. Unter Umständen besteht hier noch Garantie und muss der Verkäufer das defekte Getriebe kostenlos austauschen – das muss unbedingt abgeklärt werden, bevor in der Werkstatt ein Reparaturauftrag unterschrieben wird. Ansonsten muss jeder Fahrzeugbesitzer selbst entscheiden, ab welchem Zeitwert seines Fahrzeuges die definitiv deutlich vierstellige Rechnung eventuell nicht mehr wirtschaftlich ist.

Hohe Reparaturkosten reduzieren

Kaum ein privater Autobesitzer mit normalem Wartungs- und Reparaturwissen schafft es, ein Getriebe selbst auszubauen und wieder einzubauen. Immerhin ist dies bereits bei älteren Fahrzeugen ein recht komplexes Gebilde – je moderner das Auto, umso diffiziler auch die Arbeit. Die hohen Kosten der gesamten Reparatur kann man also nur durch die Ersatzteile senken. Hier kommen wir zum Thema Austauschgetriebe, die merklich günstiger sind, als neue Originalteile. Auch in dieser speziellen Angelegenheit sind einige Minuten im Internet sehr hilfreich und eine Möglichkeit, Geld zu sparen. Jeder Autobesitzer kann sich hier umfassend informieren und dann entscheiden, nimmt er das günstige Austauschgetriebe oder doch ein neues. Einsparungen bei den Reparaturkosten abseits der Ersatzteile sind mit Vorsicht zu genießen. Nur auf qualifizierte Arbeit von offiziellen Werkstätten mit Rechnung gibt es Garantie und Gewährleistungen. Vor günstigeren Lösungen abseits der beruflichen Qualifizierung und steuerlichen Rechtfertigung kann nur gewarnt werden.

Kann man Getriebeschäden eigentlich vermeiden?

Ganz ausschließen kann man diesen Getriebedefekt niemals, aber – ja – einige dieser aufwändigen und teuren Reparaturen müssten nicht sein. Wie ein Getriebeschaden zustande kommen kann, ist hier gut erklärt. Wer also beim dritten Fahrzeug in Folge einen Getriebeschaden zu beklagen hat, sollte sein Fahrverhalten einmal unter die Lupe nehmen. Vielleicht ist der Anhänger, der regelmäßig gezogen wird, wirklich zu schwer und sollten die gezogenen Lasten an das Fahrzeug beziehungsweise Gespann angepasst werden (oder umgekehrt). Wer dann noch Schaltfehler vermeidet und die Kupplung beim Schaltgetriebe ordnungsgemäß einsetzt, reduziert die Gefahr von Getriebeschäden erheblich. Vor technischen oder materialbezogenen Fehlern ist natürlich niemand gefeit.

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