VW-Konzern steigert den Gewinn auf 7,7 Milliarden Euro

VW-Stammsitz Wolfsburg

Der Volkswagen-Konzern setzt sein profitables Wachstum fort. In den ersten drei Quartalen des Jahres stieg das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 11,3 Milliarden Euro auf 13,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 17,4 Prozent. Der Umsatz stieg von Januar bis September um 6,8 Prozent auf 170,9 Milliarden Euro. Die operative Rendite stieg vor Sondereinflüssen auf 7,7 (7,0) Prozent. Nach Steuern lag der Neun-Monats-Gewinn des Konzerns bei 7,7 (5,9) Milliarden Euro.

Das bisherige Jahresergebnis wurde durch weitere Vorsorgen im Zusammenhang mit der Diesel-Thematik belastet. Wie bereits Ende September bekanntgegeben, wurden dafür im 3. Quartal Sondereinflüsse in Höhe von 2,6 Milliarden Euro verbucht. Das Operative Ergebnis erreichte so nach Sondereinflüssen im Zeitraum Januar bis September 10,6 (8,6) Milliarden Euro. Nicht enthalten im Operativen Ergebnis des Konzerns ist das anteilige Ergebnis der chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften, das bis Ende September 3,3 (3,6) Milliarden Euro betrug.

Der Pkw-Absatz der Marke Volkswagen betrug in den ersten neun Monaten 2017 2,6 Millionen Fahrzeuge. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verdoppelte sich auf 2,5 (1,2) Milliarden Euro. Audi setzte im Zeitraum weltweit 1,1 Millionen Autos ab und lag damit leicht unter Vorjahr. Das chinesische Joint Venture FAW-Volkswagen lieferte weitere 412 000 Audi aus. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen erreichte mit 3,9 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres. In den Finanzkennzahlen von Audi sind die Marken Lamborghini und Ducati enthalten. Im bisherigen Jahresverlauf setzte Ducati 46 774 (47 125) Motorräder ab.

Skoda erhöhte den Absatz in den ersten drei Quartalen auf 700 000 (606 000) Einheiten. Dazu trug wesentlich der neue Kodiaq bei. Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 28,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Seat steigerte die Verkäufe um 9,1 Prozent auf 436 000 Fahrzeuge. Darin ist der für Audi gefertigte Q3 enthalten. Mit 154 (137) Millionen Euro lag das Operative Ergebnis um 12,3 Prozent über dem Vorjahr. Porsche kam auf 180 000 (177 000) Verkäufe und steigerte das Operative Ergebnis auf 2,9 (2,8) Milliarden Euro. Der Absatz der Marke Bentley ging von Januar bis September auf 7498 (7825) Einheiten zurück. Das Operative Ergebnis sank auf 31 (54) Millionen Euro. Negativen Volumen-, Preis- und Mixeffekten standen positive Währungseinflüsse und geringere Kosten für die Entwicklung des Modellportfolios entgegen.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen kam VW auf 371 000 (342 000) Auslieferungen, Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 78 Prozent auf 698 Millionen Euro. Scania steigerte seinen Absatz auf 65 000 (60 000) Fahrzeuge und das Operative Ergebnis auf 947 Millionen Euro, MAN legte um 8,4 Prozent auf 80 000 Lastwagen und Busse zu, das Operative Ergebnis verbesserte sich auf 269 Millionen Euro.

Volkswagen Finanzdienstleistungen (seit Januar inkl. Porsche Finanzdienstleistungen) steigerte das Operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,9 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Anstieg resultierte neben der Einbeziehung der Porsche Finanzdienstleistungen vor allem aus Margenverbesserungen und dem Geschäftswachstum.