Kühlen im Auto will gelernt sein!

Foto: GTÜ

Nicht jeder hat das drölfundneunzigseitige Handbuch seines Autos gewissenhaft gelesen. Und doch ist es so, dass die eingebaute Klimaanlage ihre optimale Wirkung nur dann komplett entfalten kann, wenn sie richtig bedient wird. Und dies will gelernt sein. Denn auf langen Urlaubsfahrten möchte man in einem Sommer wie diesem wohl kaum auf die Klimaanlage verzichten. Sie sorgt nicht nur für Komfort, sondern auch für Sicherheit, denn große Hitze im Auto verlängert die Reaktionszeit des Fahrers. 

So rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) auch mit einer Klimaanlage im Auto möglichst im Schatten parken. Vor Fahrtantritt sollten zudem Türen und Fenster kurze Zeit geöffnet werden, damit die überhitzte Innraumluft entweicht. Bei Fahrtantritt sind Klimaanlage und Lüftung auf maximale Leistung zu stellen. Es empfiehlt sich, die ersten zwei Minuten mit geöffneten Fenstern und (wenn vorhanden) geöffnetem Schiebedach zu fahren. Nach dem Schließen von Fenstern und Schiebedach sollte die Klimaanlage dann auf die gewünschte Innenraumtemperatur eingestellt werden. Die meisten Autofahrer empfinden eine Temperatur zwischen 20 und 24 Grad Celsius als ideal.

Eine Klimaanlage ist aber nicht nur im Hochsommer sinnvoll. Auch bei Regen und kühleren Temperaturen leistet sie gute Dienste bei der Entfeuchtung des Innenraums. Die Klimaanlage hilft gegen beschlagenen Scheiben, indem der Luftstrom auf die Windschutzscheibe gerichtet und die Lüftung auf „Umluft“ gestellt wird. Gebläse und Heizungsstufe sollten auf der höchsten Stufe stehen. Nach kurzer Zeit kann der Umluftbetrieb wieder ausgeschaltet sowie das Gebläse auf eine mittlere Einstellung gestellt werden. Die Klimaanlage entfeuchtet so die Innenraumluft und die Scheiben werden schnell wieder frei.

Um lange Freude an der Klimaanlage zu haben, sollte man das Kühlgerät mindestens einmal in der Woche für zehn Minuten einschalten. Dadurch bleibt das Kältemittel im Kreislauf und verhindert das Austrocknen der Dichtungen.

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