Ab sofort dieselt auch der Jeep

Foto: Jeep

Legenden leben länger, so auch der Jeep. Der Vater aller Geländewagen kommt neuerdings in einem schicken Design daher. Das verhindert allerdings nicht, dass das Fahrzeug mittlerweile satte 2,3 Tonnen Gewicht auf die Waage bringt.

Konnte man zu Beginn der Reinkarnation lediglich die bulligen V6- und V8-Benziner ordern, steht einem ab sofort auch ein Dieselaggregat zur Verfügung. Das steht in zwei Varianten zur Wahl: entweder 190PS mit maximalen 440 Newtonmetern Drehmoment oder 241 PS mit 550 Newtonmetern.

Der Verbrauch beider Motoren soll angeblich bei schmalen 8,3 Litern Diesel je 100 Kilometer liegen.

Im Gegensatz zum V6-Benziner harmoniert die Fünfgang-Automatik im Kombination mit dem Selbstzünder gut, die Schaltvorgänge sind harmonisch und auch bei höheren Drehzahlen sowie plötzlichem Beschleunigen ist kein Unmut mehr über diese Mehrarbeit zu vernehmen. Und da sich auch die Wankbewegungen in flott durchfahrenen Kurven nur äußerst gering auswirken, überzeugt der Grand Cherokee nicht nur auf langen Autobahnetappen, sondern auch auf Land- und Bundesstraßen.
Über die Off-Road-Fähigkeiten eines Jeep zu schreiben, ist eigentlich so, wie Eulen nach Athen zu tragen. Bei der Basisausstattungsvariante Laredo gibt es mit dem Allradantrieb „Quadra-Trac-II-System, das früh auf Sensordaten reagiert und bis zu 100 Prozent des Drehmoments an diejenige Achse leiten kann, die die meiste Traktion garantiert, in wirklich schwerem Gelände kleine Einschränkungen. Beim Quadra-Drive-II-System (Limited und Overland) mit elektronischem Sperrdifferenzial gibt es jedoch praktisch keine unüberwindbaren Hürden, die nicht außerhalb einer halbwegs vernünftigen Vorstellungskraft selbst eines Off Road-Freaks liegen.

Platz satt bietet der Innenraum, der Wohlfühl-Atmosphäre vermittelt. Das beginnt beim lederbezogenen Cockpitbereich mit einem für manche wohl zu voluminösem Holz-/Lederlenkrad und klar strukturierten Anzeigen. Die Bedienung der ausreichend großen Bedienschalter und -knöpfe erfolgt intuitiv. Der Seitenhalt der ansonsten bequemen Sitze könnte etwas besser sein, die zahlreichen, großzügig dimensionierten Ablagen und Staufächer zeugen dagegen wiederum von der Erfahrung der Jeep-Designer.

Neben einer kompletten Sicherheitsausstattung bietet Jeep den Grand Cherokee bereits in der Laredo-Ausstattung mit einer Fülle von Komfort-Features an, sodass der Basispreis von 42.300 Euro mehr als wettbewerbsfähig ist. Für die Spitzenversion Overland in der stärkeren Dieselvariante werden dann schon ab 57.650 Euro fällig. Allerdings mit einer Komplettausstattung und zahlreichen Assistenzsystemen, die den Grand Cherokee in die automobile Oberklasse hieven. Und in diesem Segment ist er dann fast schon ein Schnäppchen.

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